Die Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern waren eine Nebenwahl. Nur rund 1,4 Millionen Wähler wurden an die Wahlurne gerufen. Nur 51 Prozent beteiligten sich an der Stimmabgabe. Immer weniger entscheiden damit über immer mehr. Die Wahlbeteiligung war eine Reaktion auf die Stimmung im Land. Große Koalitionen (SPD/CDU) lähmen systematisch den Parteienwettbewerb. Polarisierungen sind nicht zu erwarten. Somit auch keine echte Mobilisierung. In der Regel verlieren die Juniorpartner in Großen Koalitionen am Wahltag. So auch in Schwerin. Die CDU verlor 5,7 Prozentpunkte, hingegen steigerte sich die SPD um 5,5 Prozentpunkte. Vermutlich bleibt somit alles beim Alten in Mecklenburg-Vorpommern.

Die bundespolitischen Auswirkungen sind nicht zu unterschätzen, wenngleich es sich um eine Nebenwahl in der Betrachtung der Wähler handelte.


Prof. Karl-Rudolf Korte is Dekan der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften and a Non-Resident Fellow at AICGS.