Ein Comeback für die Gruppe der acht : (Page 2)
June 14, 2011Dass sich bei den G-20-Gipfeln Demokraten und Autokraten treffen, hat weitreichende Konsequenzen für die Agenda. Angesichts des «arabischen Frühlings» werden Autokraten in Riad und Peking sehr nervös und vervielfachen ihre Bemühungen, die Fundamente ihrer Herrschaft zu sichern, mit allen verfügbaren Mitteln. Damit vertieft sich in der G-20 der Graben zwischen demokratisch legitimierten Regierungen und autokratischen Regimen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die G-20 in den aktuellen Fragen der internationalen Politik auf eine gemeinsame Linie einigt, ist geringer geworden, seitdem die Unruhen in der arabischen Welt die Frage der politischen Legitimität wieder auf die Agenda gesetzt haben und damit die Regierungen zwingen, sich neu zu positionieren. Eine tief gespaltene G-20 aber macht die G-8 wieder attraktiv als Instrument internationaler Kooperation – zumindest aus europäischer und amerikanischer Sicht.
Dr. Ulrich Speck is a political analyst and a former DAAD/AICGS Fellow.
This essay originally appeared in the June 14, 2011, Neue Zürcher Zeitung, and in the June 17, 2011, AICGS Advisor with the author’s permission.

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